Illegale Apotheken erkennen

Illegale Apotheken ohne Rezept Service halten sich an keine Gesetzgebung. Sie sind die schwarzen Schafe, die Bösewichte und in den meisten Fällen auch ein Betrugsfall für den Kunden.

Unwissende Kunden werden mit Lockangeboten verführt, es werden Bonuspillen angeboten und Viagra gibt es ganz ohne Rezept. Viele Kunden die neu im Internet sind, oder zumindest noch keine Medikamente online bestellt haben, fallen auf solche Anbieter herein. Hoffentlich wird aus diesen Fehlern gelernt.

Opfer solcher Betrüger kommen dann – leider zu spät – auf unsere Seite und lesen sich die Erfahrungsberichte über solche Shops durch. Dahinter steht beispielsweise der illegale Vertrieb von Kunden24 und deren Websites. Darunter EDstore, Mannapotheke & mehr.

Wie erkenne ich illegale Apotheken?

Rezeptfrei bestellen
Wenn Sie verschreibungspflichtige Medikamente, ohne gültiges Rezept bestellen können, handelt es sich um illegal handelnde Anbieter. Dies ist das einfachste Erkennungsmerkmal.
  • Weder muss ein Rezept vom Hausarzt eingereicht werden
  • Noch wird dem Kunden ein Rezept über das Internet ausgestellt
Grundsätzlich dürfen verschreibungspflichtige Arzneimittel gem. § 48 Abs. 1 Arzneimittelgesetz (AMG) nur bei Vorliegen eines ärztlichen Rezepts abgegeben werden.https://www.diekmann-rechtsanwaelte.de/

Nicht nur der Anbieter, sondern auch der Kunde verstößt bei einer Bestellung ohne gültigen Rezept gegen Arzneimittelgesetze.

Arzneimittel ohne Zulassung
Anbieter die illegal handeln, bieten häufig nicht nur Medikamente ohne Rezept, sondern auch ohne Zulassung an. Die Sprache ist von Arzneimittel die hier nicht geprüft und zugelassen sind. „Viagra Professional“, „Soft Tabs“, „Super Active“ und weitere Varianten, welche in selbst in Thailand häufig illegal vertrieben werden. Häufig genügt es, wenn Sie auf dem Shop „Kamagra“ finden. Dieses Medikament ist ein Sildenafil Generikum aus Indien, welches hier allerdings keine Zulassung hat. Anbieter welche dieses dennoch anbieten, handeln ganz offensichtlich Illegal.

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Lange Versandzeit
Illegale Apotheken müssen die Ware häufig schmuggeln. Einerseits weil die Medikamente ohne gültiges Rezept verschickt werden, anderseits weil die Arzneimittel sehr wahrscheinlich Fälschungen sind. Die Versandzeit beträgt dann häufig mehrere Wochen. Wird Ihnen kein Versand von 1 bis 2 Werktagen angeboten, liegt der Verdacht auf Fälschungen nahe.
Lockangebote & Bonuspillen
Es ist nicht erlaubt für verschreibungspflichtige Medikamente Bonuspillen anzubieten. Hierbei handelt es sich um Arznei, nicht um Bonbons. Illegale Shops sehen die Arznei nur als Ware und locken daher u.a. mit Rabattaktionen. Auch der sehr niedrige Preis für hunderte von Tabletten, sollte Sie alarmieren. Auch zu niedrige Preise, sollten Sie zum nachdenken anregen. (Viagra & Sildenafil Generika kosten selbst in der Apotheke mindestens 5-10 EUR pro Tablette.)

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Gefälschte Auszeichnungen
Illegale Apotheken werben gerne mit selbstverliehenen Auszeichnungen. 100% Garantie, 100% Echtheit und Expresslieferung. Alles nur einfache Grafiken auf der Homepage, die sich jeder selbst auf die Website setzen kann. Vertrauen Sie solchen Logos nicht. Achtung: Manchmal werden selbst „TÜV Siegel“ oder Bilder vom „Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte“ ohne Erlaubnis auf die Shops gesetzt. Diese Logos haben nur das Ziel naive Besucher zu beeindrucken. Auch gefälschte Erfahrungsberichte die auf der Website zu lesen sind, sollten Sie misstrauisch machen.

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Wenig Zahlungsoptionen
Unseriöse Anbieter, können meist nur sehr wenig Zahlungsmethoden zur Verfügung stellen. Bitcoin & Kreditkarte? Das war es häufig bereits. Solche Unternehmen bekommen nur selten ein Konto bei Paypal oder Klarna. Bei Banküberweisungen sollten grundsätzlich eine gesunde Skepsis haben. Die sicherste Zahlung wäre die Kreditkarten, denn in den meisten Fällen können Sie bei der Kreditkarte einen Betrug melden und das Geld zurückfordern.
Fragwürdige Inhalte
Die Inhalte von betrügerischen Websites, sind oft nur schlechte Übersetzungen. Rechtschreibfehler werden Sie selten finden, da es oft computer-generierte Texte sind. Den Sinn in den Aussagen der Texte, werden Sie oft verzweifelt suchen. Sollte Ihnen der Text seltsam vorkommen, hat dies häufig auch seine Gründe.
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Die Texte auf den illegalen Shops sind häufig schlecht und ergeben wenig Sinn. „Originell“ anstatt „Original“ – In diesem Fall alles andere als originell.
Kontaktmöglichkeiten
Die Kontaktmöglichkeit ist meist sehr schlecht. Tätigen Sie einen Testanruf oder versenden Sie eine eMail und fragen Sie nach der Herkunft der Medikamente. Wieso werden die Medikamente rezeptfrei angeboten? Wie kommt die Ware sicher bei mir an? Sie werden häufig keinen Erfolg haben. Sollten Sie bereits bestellt haben und ihr Geld ist verloren, ist dieser Versuch umso ärgerlicher.

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Verdächtige Domainadressen
Auch die URL-Adresse der unseriösen Anbieter ist häufig schlecht gewählt. Darunter fallen Adressen wie „Mannapotheke„, „Bestepillen“, „TopPotenzmittel„, „Potenzguru“, „eretkile Apotheke„, „Top-Apotheke“ oder ähnliches. Häufig werden auch „Generika“ oder „Viagra“ im Domainnamen verwendet. Bekannt für Fälschungen ist im übrigen der Kundenservice „Kunden24„. Überall wo Sie diesen Namen bei der Kontaktmöglichkeit lesen können, steckt ein unseriöser Händler dahinter.

Geld Weg & keine Ware? Was nun?

Haben Sie nichtsdestotrotz eine Bestellung getätigt, weil Sie z.B unsere Seite zu spät gefunden haben?

Dann haben Sie folgende Möglichkeiten:

Geld zurückfordern
Grundsätzlich sollten Sie versuchen so schnell wie nur möglich das Geld zurückzufordern. Beim Anbieter selbst, werden Sie damit wenig Erfolg haben. Haben Sie per Kreditkarte gezahlt? Melden Sie einen Betrug. Der Anbieter wird es kaum riskieren auf sein Recht zu bestehen, denn er handelt illegal. Desto mehr Betrugsfälle gemeldet werden, desto schneller verlieren die Anbieter ihre Zahlungswege. Die Chance ihr Geld vom Kreditkartenunternehmen wieder zu erhalten, ist immerhin bei etwa 50%.
Annahme verweigern
Verweigern Sie die Annahme der Lieferung. Auch wenn dies nicht immer möglich ist, da viele Sendungen einfach als Postsendung in den Briefkasten geworfen werden. Bringen Sie das Päckchen zurück zur Post und sagen Sie das Sie das Paket nicht öffnen möchten, es handelt sich um gefälschte Arzneimittel und Sie wären auf einen Betrug hereingefallen. Alles ist besser, als die gefälschten Arzneimittel tatsächlich einzunehmen. In den Produkten können lebensbedrohliche Inhaltsstoffe verwendet worden sein.
Aus Fehlern lernen
Häufig sind den Kunden die Hände gebunden. Lernen Sie aus Fehlern. Bestellen Sie nicht erneut ein verschreibungspflichtiges Medikament ohne gültiges Rezept. Der Anbieter sollte immer ein gültiges Rezept verlangen, auch wenn Ihnen dieses per Online Rezept ausgestellt werden kann. Ohne Verordnung handeln Sie stets gegen Vorschriften und werden zwangsläufig früher oder später in Probleme geraten.

Wie erkenne ich seriöse Anbieter?

Wenn Sie dagegen das nächste mal bei seriösen Anbietern bestellen möchten, sollten Sie auf folgende Merkmale achten:

  • Rezept wird benötigt und/oder online ausgestellt
  • Nur zugelassene Arzneimittel (kein Kamagra)
  • Deutschsprachige Kundenhotline (Testanruf tätigen)
  • Keine Bonuspillen oder Gratis Medikamente
  • Viele Zahlungsoptionen (Im Idealfall auf Rechnung)

Kunden sollten also darauf achten dass die Rezeptpflicht eingehalten wird. Gibt es Kamagra? Werden Bonuspillen angeboten? Ist die Versandapotheke zugelassen? Achten Sie auf diese Fakten, sollte es möglich sein, unseriöse Anbieter zu vermeiden.

Weitere Hinweise wie Sie einen legalen Anbieter erkennen können, finden Sie in diesem Artikel: