Illegale Anbieter erkennen

Nicht jede Online-Apotheke, die du im Internet findest, ist automatisch ein Betrug. Aber es gibt eben auch echte schwarze Schafe, die sich an keine einzige gesetzliche Vorgabe halten. Genau die zeigen wir dir hier, damit du sie auf den ersten Blick erkennst.

Typisch für diese Anbieter sind Lockangebote mit gratis Bonuspillen oder verschreibungspflichtige Medikamente ganz ohne Rezept. Gerade wer zum ersten Mal Medikamente online bestellt, tappt hier schnell in die Falle.

Das Ärgerliche dabei: Die meisten Betroffenen landen erst nach der Bestellung bei uns, wenn sie eigentlich schon vorher die Erfahrungsberichte hätten lesen sollen. 😬

Illegale Anbieter erkennen

Wie erkennst du unseriöse Apotheken?

Die goldene Regel: Bekommst du verschreibungspflichtige Medikamente ganz ohne gültiges Rezept, hast du es mit einem illegalen Anbieter zu tun. Punkt. Verlangt der Anbieter ein Rezept oder stellt selbst eines über eine ärztliche Prüfung aus, ist das schon mal ein gutes Zeichen.

Wichtig zu wissen: Bestellst du ohne gültiges Rezept, verstößt nicht nur der Anbieter, sondern auch du als Kunde gegen das Arzneimittelgesetz. Nach § 48 Abs. 1 AMG dürfen verschreibungspflichtige Arzneimittel nur bei Vorliegen eines ärztlichen Rezepts abgegeben werden.

Die 8 größten Warnsignale

Vorsicht bei Bezeichnungen wie „Viagra Professional“, „Soft Tabs“ oder „Super Active“, diese Varianten sind hier nicht zugelassen und werden teils sogar in ihren Ursprungsländern illegal vertrieben. Auch Kamagra, ein Sildenafil-Generikum aus Indien, hat hierzulande keine Zulassung. Wird es trotzdem angeboten, handelt der Shop eindeutig illegal.

Illegale Shops müssen ihre Ware oft schmuggeln, weil sie ohne gültiges Rezept verschickt wird und es sich nicht selten um Fälschungen handelt. Dauert der Versand mehrere Wochen statt der üblichen 1 bis 2 Werktage, ist das ein klares Warnsignal.

Bonuspillen bei verschreibungspflichtigen Medikamenten sind schlicht nicht erlaubt. Unseriöse Shops behandeln Arzneimittel wie normale Ware und locken mit Rabatten. Auch auffällig niedrige Preise für hunderte Tabletten sollten dich stutzig machen, selbst in der Apotheke kosten Viagra & Co. mindestens 5 bis 10 Euro pro Tablette.

Selbstverliehene Gütesiegel, gefälschte „TÜV“-Logos oder unerlaubt genutzte Bilder vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte sind keine Seltenheit. Auch gekaufte oder erfundene Erfahrungsberichte auf der Website solltest du kritisch hinterfragen.

Stehen nur Bitcoin und Banküberweisung zur Auswahl, ist Vorsicht geboten. Bei Kreditkartenzahlung hast du im Betrugsfall die Möglichkeit, dein Geld zurückzufordern, genau das wollen unseriöse Anbieter vermeiden.

Schlechte, holprige Übersetzungen auf der Website sind kein Zufall. Wenn sich der Text seltsam liest, hat das in der Regel einen konkreten Grund.

Mach ruhig einen Testanruf oder schreib eine E-Mail und frag gezielt nach der Herkunft der Medikamente. Bei einem unseriösen Anbieter wirst du damit in der Regel nicht weit kommen.

Adressen wie „Mannapotheke“, „Bestepillen“ oder „TopPotenzmittel“ solltest du meiden. Taucht bei der Kontaktmöglichkeit der Name „Kunden24“ auf, steckt so gut wie immer ein unseriöser Händler dahinter.

Geld weg und keine Ware? Was jetzt zu tun ist

Hast du eine Bestellung in einem Fake-Shop getätigt? Dann hast du folgende Möglichkeiten:
Geld zurückfordern:

Hab so schnell wie möglich reagieren. Beim Anbieter selbst kommst du kaum weiter, hast du aber mit Kreditkarte bezahlt, melde den Betrug direkt beim Kartenanbieter. Die Chance, dein Geld zurückzubekommen, liegt immerhin bei rund 50 Prozent. Je mehr Fälle gemeldet werden, desto schneller verlieren solche Anbieter ihre Zahlungswege.

Annahme verweigern:

Verweigere, wenn möglich, die Annahme der Lieferung. Landet das Paket trotzdem im Briefkasten, bring es zur Post zurück und erkläre, dass es sich um vermutete Fälschungen aus einem Betrugsfall handelt. Öffne es auf keinen Fall selbst, ⚠️ in gefälschten Arzneimitteln können lebensbedrohliche Inhaltsstoffe stecken.

Aus Fehlern lernen:

So ärgerlich es ist, oft sind einem als Kunde die Hände gebunden. Bestelle danach nie wieder verschreibungspflichtige Medikamente ohne gültiges Rezept, ganz egal wie bequem das Angebot klingt. Ohne Verordnung handelst du selbst gegen geltendes Recht, früher oder später führt das zu Problemen.

Wie erkennst du seriöse Anbieter?

Damit du beim nächsten Mal direkt bei einem vertrauenswürdigen Anbieter landest, achte auf folgende Punkte:

Kurz gesagt: Wird die Rezeptpflicht eingehalten, gibt es kein Kamagra oder Bonuspillen im Angebot, und ist die Versandapotheke offiziell zugelassen, bist du auf der sicheren Seite. Mit diesen Punkten im Hinterkopf erkennst du unseriöse Anbieter meist schon auf den ersten Blick.

Mehr dazu, wie du seriöse Anbieter erkennst, findest du auch in unserem Artikel zu den besten Online-Apotheken.

Weitere Hinweise, wie du einen legalen Anbieter erkennen kannst, findest du in diesem Artikel: